Schwaches Erdbeben bei Faial, Pico und São Jorge

Auf den Inseln Faial, Pico und São Jorge wurde am 30.03.2009 um 18:24 ein schwaches Erdbeben (IV/V auf der Mercalli-Skala, die von I bis XII geht) gemessen, berichtet das Centro de Vulcanologia e Avaliação de Riscos Geológicos dos Açores (Zentrum für Vulkanologie und Auswertung geologischer Risiken auf den Azoren). Das Epizentrum lag zwei Kilometer östlich der Gemeinde Pedro Miguel auf Faial. Es gab keine Schäden.

Zwei Tage zuvor wurde auf Faial ein weiteres Erdbeben (Stufe II) mit Epizentrum bei Norte da Ribeirinha gemessen, ebenfalls ohne Schäden.

Laut der Direktorin des Zentrums, Teresa Ferreira, gibt es täglich Erdbeben auf den Azoren. Zwei Erdbeben kurz hintereinander in unterschiedlichen Gegenden seien kein Anzeichen für eine alarmierende Situation.

Der letzte große Vulkanausbruch der Azoren mit Ascheregen, vielen Erdbeben und anschließender Auswanderungswelle fand vor 50 Jahren auf Faial statt. Rechtzeitig zum Jahrestag wurde das neue Besucherzentrum beim Vulcão dos Capelinhos fertig.

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Versunkenes Atlantis?

Regelmäßig gibt es Vermutungen, Untersuchungen und Thesen, wo das von Platon beschriebene Atlantis gelegen haben könnte – falls es denn je außerhalb der Literatur existiert hat.

Nun geben ausgerechnet mysteriöse „Zeichnungen“ in GoogleEarth Anlass zu neuen Spekulationen, dass das sagenhafte Atlantis bei den Azoren zu suchen sei. Von Google selbst werden diese regelmäßigen Strukturen in GoogleOcean als Softwarefehler bezeichnet.

Mithilfe einer anderen Herangehensweise versucht man die These vom Atlantis mitten im Atlantik anhand geologischer Indizien zu bekräftigen.

Die vulkanischen Aktivitäten im Bereich der Azoren haben aber noch weitere Legenden sprießen lassen, von denen eine ebenfalls von einem großen Reich inmitten des Atlantiks erzählt, von dem bei seinem Untergang nur neun kleine Inselflecken blieben.