Was die Azoren mit Haiti zu tun haben …

Die Azoren sind nicht so weit außen vor, wie man aufgrund ihrer Lage glauben könnte. Manchmal sind sie sogar mitten drin, gerade durch ihre Lage im Atlantik.

Abgesehen davon, dass die Einwohner der Azoren sehr gut nachvollziehen können, was ein schweres Erdbeben anrichten kann und dass auch sie großzügig für Haiti spenden, haben die Inseln der Ostgruppe nun auch – was den Flugverkehr angeht – ein kleines Stück der alten Bedeutung als Drehkreuz im Atlantik zurückerhalten.

Der große Flughafen der aufgegebenen US-Militärbasis auf Santa Maria ist ideal als Tankstopp für Hilfsflüge nach Haiti. Wäre da nicht das Problem, dass es seit einer Woche keinen Flugzeug-Treibstoff mehr auf der Insel gab. Das Versorgungsschiff kommt nur 3-4x im Jahr, dies genügt normalerweise für die Versorgung der kleinen Inselhüpfer.

Der Tanker Stolt Kiiwake, der für Nachschub sorgen sollte, konnte aufgrund starker Winde und Wellen tagelang nicht auf Santa Maria anlegen, erst heute gelang es. Der Hafen ist (im Gegensatz zum Flughafen) klein, außerdem wenig geschützt und somit bei Sturm gefährlich.

Somit mussten ca. 30 Flugzeuge auf dem Weg in die Karibik stattdessen auf Sao Miguel zwischenlanden.

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